Ein persönliches Gespräch mit den Gründern Jannic Debus und Dzenis Delic über die Vision eines abgesicherten Arbeitsplatzes, den Kampf gegen den IT-Standards und warum echter Service in der Cloud-Welt fast verloren gegangen ist.
In der heutigen IT-Welt gibt es viele Lösungen. Cloud-Dienste sind Standard, Sicherheit wird versprochen und Effizienz ist das Schlagwort. Doch wer als KMU in der Schweiz tätig ist, merkt schnell: Oft passt der angebotene Standard nicht zur Realität des kleinen und mittleren Unternehmens. Genau diese Lücke wollte die Livtec schliessen. In einem exklusiven Interview erzählen uns die Gründer Jannic Debus und Dzenis Delic, warum es die Livtec gibt und welche Mission das Team antreibt.
Mehr als nur Technik: Das Gesamtpaket zählt
Die Idee zu Livtec war kein plötzlicher Geistesblitz, sondern ein schleichender Prozess. Dzenis beobachtete über Jahre hinweg eine Lücke im Markt. «Der Standard, den man in der Schweiz eigentlich kennt, ist relativ hoch. Aber oft wird dieser Anspruch den Bedürfnissen eines KMU nicht gerecht», erklärt er.
Das Problem sei oft ein fehlender Servicegedanke. KMUs haben selten die Ressourcen für eine eigene IT-Abteilung und sind auf externe Partner angewiesen. Dabei gehe es um mehr als nur funktionierende Software. Es gehe um Vertrauen und zwar in drei Dimensionen: die technische Sicherheit, den lückenlosen Datenschutz und die Gewissheit, dass am anderen Ende der Leitung ein Mensch ist, der unterstützt, wenn es brennt.
Das Rennauto-Prinzip: Warum Standard-Clouds oft nicht reichen
Auf die Frage, was Livtec von anderen Anbietern unterscheidet, nutzt Jannic ein anschauliches Bild: «Stellen Sie sich die Livtec-Cloud wie ein Rennauto vor. Ein Rennauto gewinnt nicht nur durch einen starken Motor. Es ist das perfekte Zusammenspiel aus Aerodynamik, Getriebe und Feinabstimmung, das den Sieg bringt.»
Bei Livtec ist es ebenso. Es ist nicht ein einzelnes Feature, das den Unterschied macht, sondern die Abstimmung des gesamten Systems. Ein kritischer Punkt ist dabei die Architektur: Während viele Anbieter auf sogenannte «Shared-Cloud» setzen, wo viele Kunden in einem grossen Topf landen , isoliert Livtec jeden Kunden komplett. Dieser Weg war steinig und erforderte oft harte Verhandlungen mit Systempartner, um deren Systeme und Lizenzen an die Philosophie von Livtec anzupassen. Doch das Ergebnis ist eine Sicherheit, die keine Kompromisse eingeht.
In Ruhe arbeiten: Der Nutzen für den Kunden
Was bedeutet ein «abgesicherter virtueller Arbeitsplatz» eigentlich im Alltag? Für beide ist die Antwort simpel: «Einloggen, keine Sorgen machen und in Ruhe arbeiten.»
Es geht darum, das «IT-Blabla» aus dem Weg zu räumen. Der Kunde soll sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren können, während Livtec im Hintergrund dafür sorgt, dass Datenschutz und Sicherheit garantiert sind. «Wir wollen den Service zurück in die IT-Dienstleistung bringen, wie es sich gehört», so Dzenis. Er vergleicht es mit einem guten Restaurant: Das Essen kann noch so fein sein – wenn die Bedienung unhöflich ist, stimmt das Gesamterlebnis nicht.
Ein Blick in die Zukunft: KI mit Schweizer Gewissen
Die virtuelle Arbeitswelt wird laut Jannic in den nächsten fünf Jahren massiv wachsen, vor allem durch den Einzug der Künstlichen Intelligenz. Doch hier sieht Livtec eine neue Herausforderung: den Schutz interner Informationen.
«Man kann nicht einfach interne Firmendaten in öffentliche Systeme wie ChatGPT einspeisen», warnen beide. Deshalb entwickelt Livtec derzeit eine eigene Lösung namens «AIDO». Diese KI ermöglicht es Unternehmen, Fragen an ihre eigenen, in der Cloud gespeicherten Dokumente zu stellen oder Rechtstexte zu erstellen, ohne dass die Daten jemals einen Schweizer Server verlassen.
Fazit:
Die Livtec AG steht für eine Synthese aus Tradition und Innovation. Mit dem Motto «Werte von früher, Technologie von heute» schafft das Unternehmen eine Umgebung, in der Schweizer KMUs effizient, sicher und vor allem mit einem guten Gefühl arbeiten können.


